Klavierduo Deliyska/Monti

Klavierduo Dora Deliyska & Luca Monti

Vor bald 10 Jahren fanden sich die beiden in Wien lebenden Pianisten, die Bulgarin Dora Deliysa und der aus Italien stammende Luca Monti zu einem Klavier-Duo zusammen, das sich sporadisch, aber ausserordentlich erfolgreich zu verschiedensten gemeinsamen Projekten zusammenfand. Beide Künstler sehen auf eine beeindruckende Solokarriere zurück, ihre gemeinsamen Auftritte sind jedes Mal ein besonders Ereignis.

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Dora Deliyska, Klavier

„… Dora Deliyska ist längst in der internationalen Klavierszene etabliert: Weltweit wird ihr sensibler Anschlag und ihre lyrische Interpretationskultur geschätzt, die neben vollkommener technischer Perfektion einen Wert in die Interpretationspraxis zurückholt, der lange unterschätzt zu sein schien: emotionale Kompetenz.“

Durch jahrelange Konzertauftritte sowie Audio- und Video-Einspielungen hat Dora Deliyska internationalen Beifall seitens der Kritik und des Publikums geerntet. Ihr umfangreiches Repertoire reicht von Bach bis Ligeti. Ihre selbst entwickelten künstlerischen Projekte bringen unterschiedliche Komponisten zusammen und spannen damit einen Bogen über die Musikgeschichte. Diese konzeptuellen Programme haben eine eigene Dramaturgie und werfen eine einzigartige Perspektive auf die Klavierliteratur und die Interpretationskunst.

Deliyska tritt regelmäßig in renommierten Konzertsälen wie dem Wiener Musikverein, dem Wiener Konzerthaus, dem Palais des Beaux-Arts (Belgien), dem Oosterpoort Music Centre (Niederlande), der Bulgaria Concert Hall sowie an vielen weiteren Veranstaltungsorten in Europa auf. In verschiedenen Ländern in Asien (u. a. China, Thailand, Vietnam, Qatar) und Südamerika hat sie regelmäßige Auftritte und leitet Meisterklassen in namhaften Musikinstitutionen.

Dora Deliyska hat eine bemerkenswerte Diskografie. Ihre Debüt-CD mit Werken von Franz Liszt veröffentlichte sie im Jahr 2011, weitere Einspielungen von Chopin und Schumann folgten. Ihre 2013 veröffentlichte Schubert-CD wurde von der Klassikzeitschrift Pizzicato mit dem „Supersonic Award“ ausgezeichnet.

Die CD „Doppelgänger“ mit Transkriptionen von Liedern Franz Schuberts durch Franz Liszt wurde als „schlicht sensationell“ bezeichnet. In ihrer CD „Danzas“ bringt die Künstlerin Musikerfreunde zusammen. Intensiver Rhythmus, tänzerische Motive, folkloristische Elemente und jazzige Klänge machen den Tonträger zu einer „der spektakulärsten Klavierplatten, die in letzter Zeit produziert wurden.“

Die im März 2018 erschienene CD „The B-A-C-H Project“ (ausgewählte Präludien und Fugen von Bach und Schostakowitsch sowie Chopin-Etüden) dokumentiert erstmals die Erfolge ihrer intensiven musikwissenschaftlichen und dramaturgischen Überlegungen. Innerhalb kurzer Zeit erhielt „The B-A-C-H Project“ internationale Anerkennung von Kritikern und Musikjournalisten: … „eine wunderbare transepochale Hör-Erfahrung“.

Mit ihrer letzten Einspielung „Alles Walzer, einmal anders!“ ermöglicht es Dora Deliyska dem Zuhörer, den Wiener Walzer einmal völlig anders zu erleben. Die Pianistin baut eine komplexe Struktur rund um die Schlichtheit dieses Tanzes auf und zeigt das bekannte Genre in all seinen Facetten – nicht nur wienerisch und elegant, sondern auch modern, virtuos, orchestral und impressionistisch. Die CD wurde für die Top 10 der „Besten kulturellen Ereignisse in Österreich“ nominiert.

Dora Deliyska erhielt zahlreiche Preise und Stipendien – etwa der Dr. Boesch Stiftung in Wien, des Österreichischen Bundesministeriums für Kunst und Kultur und der niederländischen Labberte Stiftung sowie das Josef Windisch Stipendium und ein Stipendium des bulgarischen Kulturministeriums.

Kammermusikalisch arbeitete sie unter anderen mit Luca Monti, Harriet Krijgh, Adrian Eröd, Yury Revich, und Nadia Krasteva zusammen. Live-Auftritte und -Einspielungen von Deliyska wurden vom österreichischen Kultursender Ö1, Radio Klassik Stephansdom, vom ORF, vom staatlichen niederländischen Fernsehen, vom italienischen Radio Rai3, vom Schweizer Radio DRS und vom staatlichen bulgarischen Rundfunk und Fernsehen ausgestrahlt.D

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Luca Monti, Klavier

Der 1966 im italienischen Terni geborene Pianist Luca Monti studierte am dortigen Konservatorium bei Elio Maestosi, an der Musikhochschule in Zürich bei Jürg von Vintschger und schließlich an der Musikhochschule in Wien bei Noel Flores. Wichtige Impulse erhielt er von Elisabeth Leonskaja, Rudolf Kehrer, Paul Badura-Skoda und in Rahmen von Meisterkurse bei Vera Gornostaeva, Hans Graf, Vlado Perlemuter, Harvey Shapiro, Rudolf Buchbinder und Sergio Perticaroli. Er ist Preisträger namhafter Wettbewerbe, wie z.B. vom "Beethoven-Klavierwettbewerb" in Wien (1989 und 1993) und der italienischen Int. Wettbewerbe “Casagrande” in Terni , Cantú , ARAM-Rome und Senigallia.

Von Wien aus startete Luca Monti seine Karriere, die ihn in viele Musikzentren und zu namhaften Festivals führte. So spielte er im Wiener Musikverein und Konzerthaus, im Brucknerhaus Linz, in der Musikhalle Hamburg, bei den Bregenzer Festspiele, im Teatro Ghione Rom, im Teatro delle Erbe Mailand, im Ansermet Saal Genf, in der YConcert Hall New York, der Izumi Hall Osaka, der Casals Hall Tokyo sowie auch in Menton, Portogruaro, Dubrovnik, Lausanne, Zürich und Gstaad. Auftritte mit zahlreichen Orchestern, wie dem Niederösterreichischen Tonkünstlerorchester, dem Orchester Pro Musica Salzburg, dem Orchesterverein der Musikfreunde im Wiener Musikverein (Konzerte von Mozart, Beethoven 1 und 5, Brahms 1. und 2., Rachmaninoff 2.), dem Orchestra von Salta-Argentinien, dem Orchestra Sinfonica di San Remo (Nyman Klavierkonzert), dem Orchester von Byalystok-Polen, der Zagreber Philharmonie, dem Orchester F. Ferrara, dem Orchestra da Camera dell' Umbria und dem Amadeus-Ensemble dokumentieren die Teilnahme am internationalen Konzertgeschehen.

Neben seiner solistischen Karriere widmet sich Luca Monti auch intensiv der Kammermusik: mit dem Trio "Ison" gewann er zahlreiche erste Preise ("Internationalen Osaka Kammermusikwettbewerb" und “Internationalen Brahms Wettbewerb“ in Pörtschach) und konzertierte in Europa und Asien. In 2013 gründete er zusammen mit Cornelia Löscher und Hannes Gradwohl das Haydn Chamber Ensemble, ihre Konzerte im In- und Ausland fanden bei Publikum und Presse gleichermaßen höchsten Anklang.

Die Kammermusikpartner von Luca Monti sind u.a. Anton Sorokow, Julian Rachlin, Dora Deliyska, Christoph Stradner, Alexandra Soumm sowie Mitglieder der Wiener Philharmoniker, der Wiener Symphoniker und des Wiener Kammerorchesters. Im Wiener Musikverein hat er zusammen mit der Schauspielerin Mijou Kovacs Musikprogramme gestaltet über Flauberts „Die Erziehung der Gefühle“, Tolstois "Anna Karenina", Sands "Briefe" und Schnitzlers „Fräulein Else“. Gemeinsam mit der Journalistin Sibylle Fritsch, der Schauspielerin Gabriele Schuchter und dem Tenor und Geiger Luca Lombardo konzipierte er zwei, in der Roten Bar des Volkstheater Wien uraufgeführten Musiktheaterprojekte, „Casanova reloaded: Ich küsse Ihre Hand, Madame“ und „Mozartiaden - Buona Notte liebe Lotte“ und begleitete diese musikalisch auch bei nachfolgenden Gastspielen in Kärnten und Vorarlberg, Rom und Istanbul.

Der in Wien lebende Pianist unterrichtet Klavier an der Universität für Musik und darstellende Kunst (MDW) und Klavier Kammermusik an der Musik und Kunst Privatuniversität (MUK).

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